Urheberrecht

Was ist eigentlich Urheberrecht?

Das Urheberrecht ist der Teil der Rechtsordnung, der das Recht des Urhebers an seinen Werken schützt. Die meisten Regelungen hierzu finden sich im Urheberrechtsgesetz, welches den Inhalt, den Umfang, die Übertragbarkeit sowie die Folgen der Verletzung des Urheberrechts regelt.

Schutzgegenstand des Urherrechtsgesetzes sind gem. § 1 UrhG Werke der Literatur, Wissenschaft und Kunst. Spezifiziert werden diese unbestimmten Rechtsbegriffe in § 2 Abs. 1 UrhG. Hiernach gehören zu den geschützten Werken insbesondere:

  • Sprachwerke, wie Schriftwerke, Reden und Computerprogramme
  • Werke der Musik
  • pantomimische Werke einschließlich der Werke der Tanzkunst
  • Werke der bildenden Künste einschließlich der Werke der Baukunst und der angewandten Kunst und Entwürfe solcher Werke
  • Lichtbildwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Lichtbildwerke geschaffen werden
  • Filmwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Filmwerke geschaffen werden
  • Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art, wie Zeichnungen, Pläne, Karten, Skizzen, Tabellen und plastische Darstellungen

Um schutzfähig zu sein, muss ein solches Werk zudem eine persönliche geistige Schöpfung darstellen. Maschinelle Produktionen oder z.B. von Tieren hergestellte Werke sind damit nicht erfasst. Auch muss ein gewisses Maß an Individualität und Originalität erreicht werden. Dieses Kriterium ergibt sich aus § 2 Abs. 2 UrhG und wird auch „schöpferische Eigenart“, „schöpferische Eigentümlichkeit“, „Gestaltungshöhe“, oder „individuelle Ausdruckskraft“ genannt. Je nach Art des Werks ist das geforderte Maß an Originalität – die sogenannte Schöpfungshöhe – unterschiedlich. Die Rechtsprechung stellt an dieses Maß jedoch keine allzu hohen Anforderungen.

Rechte nach dem Urheberrechtsgesetz

Selbstverständlich vom Schutzbereich des Urheberrechtsgesetzes erfasst sind Filme, Musiktitel und Bücher. Die Urheber dieser Werke sind Inhaber des sogenannten Urheberpersönlichkeitsrechts. Dieses Recht ist in den §§ 12, 13 und 14 UrhG niedergelegt und kann vom Urheber weder übertragen noch kann es ihm weggenommen werden.

Der Urheber kann anderen Personen jedoch erlauben, sein Werk auf bestimmte Weise zu nutzen. Die sogenannten Verwertungs- und Nutzungsrechte finden sich ebenfalls im Urheberrechtsgesetz und regeln, wie bestimmte Rechte übertragen werden können, dass sie inhaltlich, zeitlich oder räumlich beschränkt sein können und wie sie vergütet werden müssen.

Das Urheberrecht hat jedoch auch Schranken wie z.B. das Recht Vervielfältigung zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch oder das Zitatrecht. Nicht immer ist das Brennen einer CD oder eines Films daher gleich rechtswidrig.

Urheberrechtliche Fragestellungen sind komplex, insbesondere im Bereich Internet, Webseiten und Software. Ob etwas urheberrechtlich geschützt ist, ist nicht immer eindeutig und sollte gegebenenfalls geprüft werden. Nur dann kann überhaupt beurteilt werden, ob ein Anspruch besteht.

Wir beraten Sie gerne bei Fragestellungen rund um das Urheberrecht und helfen Ihnen bei der Beurteilung, ob Sie unter Umständen eine Urheberrechtsverletzung begangen haben.